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Berlin 19.7.19

Eine Epilepsie steht einer Verbeamtung einschließlich des Schuldienstes nicht generell entgegen. Seit den letzten Richtlinien 1967 (damals durch die Dt. Sektion der Internationale Liga gegen Epilepsie) haben sich die medizinischen Erkenntnisse, die rechtlichen Rahmenbedingungen und auch die Erwerbsprognose von Menschen mit Epilepsie stark verändert.
Für die Beurteilung der gesundheitlichen Eignung für die Beamtenlaufbahn sind die Prognosemöglichkeiten auf Grundlage von Anamnese, Klinik, EEG und Bildgebung anzuwenden. Dazu gehören als Grundlage für die amtsärztliche Entscheidung:

  1. Eine aussagekräftige Stellungnahme vom behandelnden Facharzt (Neurologe/Epileptologe); bei komplizierten Verläufen auch weitere Fachgutachten.
     
  2. Neuropsychologische, psychiatrische und erwerbs- und berufsprognostische Untersuchungen könnten ausnahmsweise dazu erforderlich sein. Zudem muss überlegt werden, ob eine Beschäftigung als Beamter ohne Behindertenstatus oder mit Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung in Frage kommt.
     
  3. Allein die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung legt die Empfehlungen für Tätigkeiten von Menschen mit Epilepsie zugrunde. Das wurde 2006 vom Bundessozialgericht als der anzuwendende Maßstab festgelegt.


Der gesamte Artikel erscheint in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift für Epileptologie und Sie finden ihn hier : Verbeamtung bei Epilepsie